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Wilder Mann

Wilder Mann; freigestellt von einer Münze
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Wilder Mann; freigestellt von einer Münze


Sagengestalt des Harzes, der Sage nach eine riesenhafte Gestalt, die mit bloßen Händen Bäume ausreißen kann. Vermutlich kam diese Sage Anfang des 16. Jahrhunderts durch Bergleute aus dem Erzgebirge in den Harz. 1529 wurde die Bergstadt Wildemann gegründet, es folgten die Grube Wildermann, der Stollen Wilder Mann und später die Grube Wilde Frau. 1539 taucht der Wilde Mann erstmals auf Münzen von Herzog Heinrich dem Jüngeren von Braunschweig-Wolfenbüttel auf. Bis Ende des 18. Jahrhunderts ist er ein beliebtes Motiv auf welfischen Münzen.


Inhaltsverzeichnis

Geschichtlicher Hintergrund


bild:Stop_hand.png An dieser Stelle muss noch Text rein.

Die Sage

Der Sage nach entdeckten Bergleute zu Zeiten der ersten Besiedlung des Oberharzes Fußspuren im Schlamm des Innerste-Flußbettes. Da sie glaubten, weit und breit die einzigen Menschen zu sein, gingen sie der Spur nach und stießen auf zwei riesenhafte Menschen. Eine Mann und eine Frau, nur mit Laub und einer Mooskappe bekleidet. Der Mann trug zudem einen langen Bart der ihm bis zur Hüfte reichte und als Waffe eine entwurzelte Tanne. Kaum bemerkten sie die Bergleute, flüchteten sie in den Wald. In der Folgezeit wurden sie noch öfters gesehen und sogar gejagt, doch niemand vermochte es ihnen zu folgen.
Erst nach etlichen mißlungenen Versuchen gelang es den Leuten Pfeile auf sie abzuschießen und den Wilden Mann mit einem Pfeil am Fuß zu verletzen. Trotz der Verletzung kam es noch zu einem harten Kampf, der Mann schwang zur Verteidigung eine Tanne und die Wilde Frau verteidigte sich nach Kräften mit Fäusten und Zähnen. Letztendlich gelang ihr die Flucht, der Wilde Mann wurde überwältigt und in Fesseln gelegt. Auch die Höhle der Waldmenschen wurde entdeckt und anhand der Vorräte sah man, daß sie sich nur von rohem Fleisch und gesammelten Beeren ernährt hatten.
Man versuchte den Mann zu befragen, doch er blieb stumm und blickte immer nur in die Richtung seiner Höhle. Speis und Trank verweigerte er, auch zu körperlicher Arbeit konnte man ihn nicht zwingen. Da niemand wußte, was mit ihm geschehen solle, beschloß man, ihn zum Herzog nach Braunschweig zu bringen, um ihn über das Schicksal des Wilden Manns entscheiden zu lassen. Unterwegs verstarb er allerdings.
Zeitgleich mit seinem Tode entdeckten Bergleute in seiner Höhle die erste Erzader. Sie nannten die Grube daraufhin "Wilder Mann". Zum Andenken pflanzten sie an der Stelle seiner Gefangennahme eine Linde. Sie steht noch heute vor dem Hotel Rathaus. Auf einer Tafel davor ist zu lesen, der Wilde Mann habe den Baum selber voller Wut in die Erde gerammt.

Siehe auch

Externe Links


Von "http://www.numispedia.de/Wilder_Mann"

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