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Wiener Münzvertrag

Im Jahr 1857 abgeschlossener Vertrag zwischen den deutschen Zollvereinsstaaten und Österreich. Die preußische Kölner Mark wurde durch das Zollpfund zu 500 g als gemeinsames Bezugsgewicht ersetzt. Der 30-Taler-Fuß wurde eingeführt, d.h. aus dem Zollpfund (500 g Silber) mussten fortan 30 Taler geprägt werden, d. h. ein Taler enthielt jetzt nur noch 16⅔ g Feinsilber. Der Vereinstaler wurde so fast der Halbwert der vorherigen Vereinsmünze (Doppeltaler), der auf dem Dresdner Münzvertrag von 1838 beruhte. Dieser Vereinstaler war praktisch der Nachfolger der preußische Taler nach dem Graumannschen Münzfuß von 1750 trotz des geringen Gewichtsunterschieds von 16,666 zu 16,704 g fein, den Österreich so lange bekämpft hatte. Alle Münzen der Münchner und Dresdner Münzverträge von 1837/38 behielten auch weiterhin ihre Gültigkeit.

Dieser neue einfache (und doppelte) Vereinstaler war aber nicht nur Währungseinheit, sondern Zahlgröße im gemeinsamen Währungsmetall Silber, die sich in alle Landeswährungen umrechnen ließ: 1 Vereinstaler entsprach dem Taler der nord- und mitteldeutschen Talerländer, 1¾ Gulden oder 105 Kreuzer süddeutscher Vereinswährung und 1½ Gulden oder 150 Neukreuzer der gleichzeitig geschaffenen neuen österreichischen Dezimalwährung (100 Neukreuzer = 1 österreichischer Gulden).

Auch sämtliche Kurantteilstücke aller Vereinstaler- und -guldenländer ließen sich in die einfachen und doppelten Vereinstaler relativ einfach umrechnen, so dass diese anstandslos in allen Ländern seit etwa 1841 bis 1871/76 akzeptiert wurden. Zur Problematik der Umrechnung der Kleinmünzen siehe unter Vereinstaler.

Die ebenfalls in Wien geschaffene goldene einfache und halbe Vereinskrone konnte sich jedoch in Deutschland ab 1871 nicht als neue Währungseinheit durchsetzen.


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