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Wermuth, Christian

Christian Wermuth, * 1661 Altenburg, +1739 Gotha.

Inhaltsverzeichnis

Leben

1681-1685 Lehre als Stempelschneider an der Münzstätte Dresden. Es folgten Anstellungen in Schwarzburg-Sondershausen, Gotha, Altenburg und Eisenach. Er lebte dann in Gotha und arbeitete von dort aus für verschiedene Fürsten.

1694 begann Wermuth mit einer Medaillenserie der römischen Kaiser von Caesar bis Leopold I., auf der Vorderseite jeweils das Bildnis eines Kaisers, auf der Rückseite eine kurze Biographie. Viele dieser Portraits sind reine Phantasie. 217 Medaillen aus dieser Serie sind bekannt. Diese Serie betonte die Stellung der habsburger Kaiser als Nachfolger der Kaiser des antiken römischen Reiches, und dafür erhielt Wermuth 1699 von Leopold I. ein kaiserliches Privileg, das ihm gestattete, in seinem Haus eine Presse aufzustellen und seine Medaillen selbst zu prägen. Seit 1699 signiert Wermuth seine Medaillen deshalb: Cum privilegio Caesaris (= mit kaiserlicher Erlaubnis).

Wermuth arbeitete als Stempelschneider und Medailleur im Auftrag verschiedener Fürsten, aber er schuf auch Medaillen für den freien Verkauf ohne Auftrag. 1705 mietete er sogar einen Verkaufsplatz während der Leipziger Messe, um dort seine Produkte anzubieten. Mehrmals gab er Listen der Medaillen heraus, die er in Gold, Silber, Kupfer, vergoldetem Kupfer oder in Zinn liefern konnte. Cordula Wohlfahrt, die das Standardwerk über Christian Wermuth verfasste, konnte 1488 verschiedene Medaillen nachweisen. Außerdem stellte Wermuth alle Arten von Prägestempeln, Siegeln, Prägeeisen für Buchbinder usw. her. Dieser enorme Arbeitsumfang war ihm dadurch möglich, dass er eine Werkstatt mit mehreren Lehrjungen hatte, die nach seinen Zeichnungen die Stempel schnitten.

Bemerkenswert sind seine satirischen Medaillen, auf denen er Korruption, Ämtermissbrauch, Habsucht, die Liebe, das Leben der Studenten und verschiedene politische Anlässe karikiert.

Wermuths Medaillen sind von unterschiedlicher künstlerischer Qualität. Er arbeitete viel und schnell. Seine Medaillen haben meist etwas Statisches, die Figuren wirken wie festgefroren und in barocker Pose erstarrt.

Werkverzeichnis: Medaillen

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Sachsen-Merseburg, Medaille 1717 auf die 200-Jahrfeier der Reformation. Brustbild des Herzogs Moritz Wilhelm. Rv. Christus im Sturm am Ruder eines Bootes. 45 mm.

Literatur

Cordula Wohlfahrt, Christian Wermuth, ein deutscher Medailleur der Barockzeit. London 1992.

Weblink

Wikipedia-Artikel (http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Wermuth)


Von "http://www.numispedia.de/Wermuth%2C_Christian"

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