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Weilburg, Prägestätte

Weilburg an der Lahn wird erstmalig im Jahre 906 als Festung urkundlich erwähnt. In den Jahren 993 bis 1002 gelangt die ganze Stadt durch Schenkungen Kaiser Herinrichs II. in den Besitzt des Bistums Worms. Etwa 1225 verpfändete dann der Bischof von Worms die Herrschaft Weilburgs an die Grafen von Nassau.

Die Prägetätigkeit soll bereits Anfang des 13. Jh. in einer bischhöflichen Münze begonnen haben. Die Einrichtung der gräflichen Münze erfolgte dann im Jahre 1690 und das endgültige Ende der Prägung geht ins Jahr 1754 zurück.

Prägetätigkeit

Über die Prägung der bischhöflichen Münze in Weilburg ist nicht viel bekannt. Man kennt heute vier verschiedene Denare (leichte Pfennige), die alle einen Geistlichen mit Mitra als Darstellung haben, und wohl aus Weilburg stammen. Man schließt dies daraus, dass diese Münzen aus einem nicht näher benannten geistlichen Münzstift an der Lahn stammen, und im Lehensvertrag zwischen dem Grafen Wallram von Nassau und dem Wormser Bischhof die Aufteilung des Ertrags einer Münze in Weilburg fixiert wird.

Im Jahre 1690 ließ Graf Johann Ernst zu Nassau-Weilburg eine Münzestätte einrichten. Es wurden Taler, Gulden und Fünfzehnkreuzerstücke in geringer Zahl geprägt. Diese Prägung hatte ausschließlich Alibicharakter, da der eigentliche Zweck die Münzfälschung war. Es wurden vor allen Dingen kurbrandenburgische und wittgensteinsche Gulden gefälscht, ausserdem Münzen von Sachsen-Eisenach, Montfort und Schwedisch-Pommern, alles natürlich auf viel zu geringem Münzfuß. Durch Verhaftungen und die Ermittlungen der Oberrheinischen Kreismünzinquisitionskammer wurde die Münzprägung bereits in den Jahren 1692/93 wieder eingestellt.

Eine erneute Einrichtung der Münzestätte erfolgte 1749 unter Fürst Carl August in den selben Gebäuden und mit den zum Teil noch erhaltenen Werkzeugen. Aber auch dieser Versuch war aufgrund der minderwertigen Qualität der Münzen nicht von Dauer. Bereits die ersten Ausgaben wurden im Jahre 1750 in verschiedenen Regionen verrufen. Spätestens 1752 wurden weilburgische Münzen nirgendwo mehr angenommen, und somit wurde die Herstellung ausgesetzt. 1754 wurden die letzten Bediensteten entlassen, und damit das endgültige Aus der Münzprägung in Weilburg besiegelt.

Münzzeichen, Münzmeister und Stempelschneider


Münzmeister Zeitraum Münzzeichen
Johann Valentin Böttger 1689-1690 keine Prägung
Justus Adam Böttger 1691-1692 -
Johann Dietrich Schlüter 1692-1694 -
Johannes Wallrab 1749 keine Prägung
Christopf Buck 1749 keine Prägung
Ernst Dietrich Kroll 1749-1751 E.D.C., E.C., C.
Friedrich Siegmund Schäfer 1751-1754 F.S., S.


Stempelschneider Zeitraum Münzzeichen
Johann Christoph Schepp 1749-1751 I.C.S.
Van der Koers 1749-1752 V.D.K.


Von "http://www.numispedia.de/Weilburg%2C_Pr%E4gest%E4tte"

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