Währungsunion
Währungsunion
Währungsunion bedeutet die Zusammenlegung von mindestens zwei Währungsräumen. Die Entscheidungsgewalt über die Geldpolitik wird dadurch zentralisiert, und die vormals autonomen Währungsgebiete geben ihre geldpolitische Autonomie auf, können also nicht mehr eigenständige Strategien bezüglich der Variation der Geldmenge betreiben bzw. Leitzinsen festsetzen. Eine Währungsunion kann Vor- und Nachteile haben.
Der dadurch neu entstehende Währungsraum zeichnet sich einerseits dadurch aus, dass Umrechnen, Umtauschen und Preisvergleiche entfallen oder erleichtert werden. Andererseits kann in Währungsunionen mit heterogener Wirtschaftsstruktur unter Umständen keine wirksame Geldpolitik zur Förderung der Konjunktur bzw. zur Eindämmung der Inflation betrieben werden.
Beispiel für eine Währungsunionen
Deutsche Währungsunion 01.07.1990
Auf dem Gebiet wird am 1. Juli 1990 die DDR-Mark durch die D-Mark ersetzt. Der Umrechnungskurs beträgt 1 zu 1 für kleine Sparbeträge und 1 zu 2 für größere Sparguthaben. Die DDR-Mark verliert ihre Gültigkeit, und die Währungshoheit geht auf die Deutsche Bundesbank über.
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