Vatikanische Lira
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Die vatikanische Lira war das Ergebnis der Münzreform (1866) des Kirchenstaats im Gefolge der angepaßten Italienischen Lira (seit 1862) an die Normen der Lateinischen Münzunion. Die Lira trat an die Stelle der Scudo-Währung. Als 1870 der Kirchenstaat von Italien aufgelöst und eingegliedert wurde, endete die Münzhoheit des Papstes und damit die Ausprägung der vatikanischen Lira für mehr als ein halbes Jahrhundert. Erst mit den Lateran-Verträgen von 1929 erhielt der Vatikan, nunmehr unter dem Namen Città del Vaticano (Vatikanstadt), seine Souveränität und damit das Recht auf eine eigene Münzprägung zurück. Die Nominale der vatikanischen Lira, unterteilt in 100 Centesimi, entsprachen münztechnisch denen der italienischen Lira und standen zu dieser in Währungsparität 1 : 1. Mit der Währungsumstellung des Jahres 2002 wurde die vatikanische Lira durch den Euro ersetzt.
Vatikanische Lira, 2 Lire (Si) 1866 und 1 Lira (Cu-Ni) 1934
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