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Thema:Götter und Kulte auf antiken Münzen, Arethusa

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Arethusa - Griechische Quellnymphe, deren Name den Begriff Arethe = Segen des Wassers bzw. Quelle enthält.

Der Mythos setzt Arethusa in Verbindung mit Alpheios, dem Hauptfluß des Peleponnes, der als Halbgott verehrt wurde und die Göttin Artemis begehrte. Arethusa trat an die Stelle der Artemis Alpheoia, als der Mythos im 5. Jh. v. Chr. von griechischen Kolonisten aus Arkadien und Elis auf die Insel Ortygia bei Syrakus verlagert wurde, wo sie eine Süßwasserquelle vorfanden. Dem Mythos zufolge verwandelte sich Arethusa hier auf ihrer Flucht vor dem verliebten Halbgott, der ihr unter dem Meer her gefolgt war, mit Hilfe der Artemis in eine Quelle, die ihren Namen erhielt.

Erste Münzen aus Syrakus mit einem Frauenportrait im Incusum, die ein Bild der Arethusa / Artemis vermuten lassen, erscheinen um 530 v. Chr. Um ca. 500 v. Chr. treten an die Stelle des Incusum vier Delphine. Von dieser Zeit an darf der Frauenkopf mit einiger Sicherheit als Bild der Arethusa gedeutet werden. Ende des 5. Jh. ist Arethusa als Stadtgöttin von Syrakus auf der berühmten Tetradrachme des Kimon mit ihrem Portrait in Vorderansicht belegt. Bis dahin wurde das Schema mit dem Mädchenkopf im Profil, umgeben von vier Delphinen, in zahlreichen Variationen das Jahrhundert hindurch beibehalten. Die Gestaltung der Mädchenkopfs zeichnet sich dabei durch zunehmende Lebensnähe aus. Auf einer der berühmtesten Dekadrachmen, dem Damaretaion (ca. 480 v. Chr.), werden bereits individuelle portraithafte Züge der Damarete, Frau des Tyrannen Gelon von Syrakus, vermutet, die bei den idealisierten Götterdarstellungen fehlen. Im letzten Drittel des 5. Jh. erscheinen auf den Münzen erstmals Signaturen der Stempelschneider. Neben Kimon zu nennen ist hier Euainetos, dessen Arethusa-Typ von Karthago bis Kreta bis ins späte 4. Jh. immer wieder nachgeahmt wurde.


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Arethusa auf Tetradrachmen aus Syrakus (485 / 479 v. Chr.) und einer Lagermünzstätte der Punier (350 / 300 v. Chr.)


Lit.: Boehringer, Erich, Die Münzen von Syrakus, Berlin 1929

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