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Tangka

Tangka - Silbermünze in Tibet im Gewicht von 3,9 bis 6,8 g. Mit sinkendem Gewicht wurde die Tangka vom Beginn der tibetischen Münzprägung in der 2. Hälfte des 18. Jh. bis 1929 als weitgehend unveränderter Münztyp geprägt.

Das Münzbild der frühen Prägungen, Kong-par Tangka genannt, orientierte sich am nepalesischen Muhr (Mohur), der bis zur Aufnahme einer eigenen Prägung als Münze im Land umlief - oft als Teilstück zerschnitten. Dieses Münzbild wurde zu Beginn des 19. Jh. für die Gaden Tangka übernommen, - den heute bekanntesten und häufigsten Typ der tibetischen Silber-Währung.

Ihren Namen erhielt die Gaden Tangka auf Grund der beiden ersten Silben ihrer Münzinschrift: lga´ ldan pho brang phyogs las rnam rgyal ("Der Gaden-Palast, siegreich nach allen Richtungen"). Der Gaden-Palast befindet sich im Kloster Drepung und diente dem 5. Dalai Lama und seinen Vorgängern als Residenz. Seit dem 17. Jahrhundert ist "Gaden-Palast" eine Umschreibung für die Tibetische Regierung in der Form, welche sie vom 5. Dalai Lama erhielt. Gaden läßt sich mit "Glück-" übersetzen. In einer weiteren Bedeutung steht Gaden für eines der Himmelreiche im Buddhismus. Die Tangka zeigt im Avers einen Lotus im Kreis, umgeben von acht stilisierten Glücks-Symbolen aus der Geisteswelt des Buddhismus. Es sind dies (s. Abb. 1 beginnend bei 12h)

1. Königlicher Ehrenschirm

2. Goldener Fisch, Emblem des Weltenherrn

3. Lotusblüte, Symbol der Reinheit

4. Knoten des unendlichen Lebens

5. Rad der Lehre

6. Banner des Sieges der Religion

7. Muschelhorn, Symbol für Sieg im Kampf

8. Weihegefäß für Ambrosia


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Abb. 1: Gaden Tangka aus Tibet


Diese acht Symbole finden sich in neuerer Gestaltung auf dem Ngultrum des Nachbarstaats Bhutan wieder. Das Revers der Gaden Tangka zeigt in der Mitte ebenfalls einen Lotus in Aufsicht mit einer variierenden Zahl von Halbmonden im Zentrum, dazu in acht Segmenten die tibetische Umschrift: "Der allseits siegreiche Gaden Palast".

Die Gaden Tangka nennt kein Prägejahr. Dennoch ermöglichen die Veränderungen im Gewicht und das Münzbild durch seine Varianten Rückschlüsse auf eine Chronologie der Prägungen. Es sind dies z.B. die Reihenfolge, in der die acht buddhistischen Symbole um den Lotus im Avers angeordnet sind, der Lotus selbst, der auf einer bzw. zwei Wellen steht und mit einer unterschiedlichen Zahl von Kugeln gestaltet ist und schließlich die Zahl der Halbmonde im Zentrum des Lotus im Revers (s. Abb. 2 Details). Der jüngste und letzte Typ unterscheidet sich ferner dadurch von seinen Vorläufern, daß er als Maschinenprägung ausgeführt ist.


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Abb. 2: Vier Beispiele für Varianten des Tangka Zentrums


Eine ausführliche Recherche zur Prägung der Gaden Tangka in Tibet und eine Beschreibung der Varianten findet sich bei

Von "http://www.numispedia.de/Tangka"

Diese Seite wurde bisher 1662 mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt geändert um 07:30, 18. Jan 2010. Inhalt ist verfügbar unter der Creative Commons.


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