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Solidus

Solidus des Constantius Gallus
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Solidus des Constantius Gallus

Solidus, röm. Goldmünze, welche Kaiser Konstantin der Große um 312 an Stelle des bis dahin üblichen Aureus einführte, und die seitdem nicht nur die allgemeine Reichsmünze war, sondern bald auch Geltung in der ganzen damals bekannte Welt erlangte. Das Gewicht betrug 1/72 Pfund = 4,55 g und war bisweilen durch die Zahl LXXII oder durch die griechischen Zahlzeichen O B (das heißt 72) auf der Münze ausgedrückt. Das gewöhnlichste Teilstück war das Drittel, der Tremissis oder Triens; selten sind Stücke von 1½, 2 und mehr Solidi (sogenannte Medaillons).

Im Byzantinischen Reich wurde der Solidus bis ins 11. Jh. hinein mit unverändertem Feingehalt geprägt. Unter Kaiser Romanos IV. (1068-71) wurde sein Goldgehalt erheblich herabgesetzt; Kaiser Alexios I. (1081-1118) ersetzte ihn schließlich durch eine neue Goldmünze, das Hyperpyron.

In den Germanenreichen der Völkerwanderungszeit wurden Solidi vielfach nach byzantinischem Muster geprägt, doch herrschte hier die Ausgabe von Trienten vor. Im Frankenreich ging man gegen Ende des 7. Jh.s zur Prägung von Silbermünzen über, die Denare genannt wurden. Da man vier der neuen Denare einem Triens gleichsetzte, ergab sich das Verhältnis von zwölf Denaren zu einem Solidus. In der Folgezeit bezeichnete der Begriff Solidus in Westeuropa (bzw. Sou oder Schilling traditionell die Summe von zwölf Denaren (bzw. Pfennigen).

Literatur


Von "http://www.numispedia.de/Solidus"

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