Schweizer Franken
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Schweizer Franken
- seit 1291 in verschiedenen Kantonen als Währung mit unterschiedlichen Werten im Umlauf.
- 1 Franken = 10 Batzen = 100 Rappen
- ab 1799 Helvetische Republik; 1 Franken = 6,61494 g Feinsilber
- ab 1803 1 Schweizer Franken = 1,5 Französische Franc = 6,77025g Feinsilber
- seit 1850 Währung des Schweizerischen Bundestaates von 1848. Silberparität; 1 Franken = 4,5g Feinsilber.
- Von 1866 bis 1926 Mitglied der Lateinischen Münzunion.
- Goldparität ab 1936: 1 Franken = 0,32255g Feingold - aufgehoben 1973.
Münzstätten: A - Monnaie de Paris AB - Strassburg B - Eidgenössische Münzstätte, Bern (Seit 1855) B. - Monnaie Royale de Belgique, Brüssel BB - Strassburg _ - British Royal Mint, London (ohne Münzzeichen)
Umlaufprägungen:
1 Rappen
1850 bis 1941
1,5g Bronze (Cu95Sn5) 16,00mm; gleichständig Rand glatt
Vs.: Bundeswappen mit Federbarret, Lorbeer- und Eichenzweig, Jahreszahl am unteren Rand
Rs.: Wertangabe im Lorbeerkranz
1850 und 1851 Mz.A, schmales Kreuz
1853 bis 1941 Mz.B, breites Kreuz
Besonderheiten: 1853 mit schmalem Kreuz (wenige Stücke)
1891 ein Teil der Auflage von 2 Mio. mit schmalem Kreuz
1896 36 Stück zur Weltausstellung geprägt
1925 Teil der Auflage von 2,5 Mio. mit abgeändertem Stempel von 1924 geprägt
(Die 4 ist noch teilweise sichtbar)
ausser Kurs seit 1. März 1951
1942 bis 1946
wie vor; jedoch 1,2g Zink; Mz.B
ausser Kurs seit 1. März 1951
1948 bis 2006
1,5g Bronze (Cu95Sn5); 16,00mm; Mz.B; gleichständig Rand glatt
Vs.: Schweizerkreuz, Schriftzug HELVETIA, Jahreszahl am unteren Rand
Rs.: Wertangabe, Ähre
Besonderheiten: 1970 bis 1985 ohne Mz.
2006 wurde nur in den Münzsätzen ausgegeben
ausser Kurs seit 1.1.2007
2 Rappen
1850 bis 1941
2,5g Bronze (Cu95Sn5); 20,00mm; gleichständig Rand glatt
Vs.: Bundeswappen mit Federbarret, Lorbeer- und Eichenzweig, Jahreszahl am unteren Rand
Rs.: Wertangabe im Lorbeerkranz
1850 und 1851 Mz.A, schmales Kreuz
1866 bis 1941 Mz.B, breites Kreuz
Besonderheiten: 1896 20 Stück zur Weltausstellung geprägt
ausser Kurs seit 1. März 1951
1942 bis 1946
wie vor; jedoch 2,4g Zink; Mz.B
ausser Kurs seit 1. März 1951
1948 bis 1974
2,5g Bronze (Cu95Sn5); 20,00mm; Mz.B; gleichständig Rand glatt
Vs.: Schweizerkreuz, Schriftzug HELVETIA, Jahreszahl am unteren Rand
Rs.: Wertangabe, Ähre
1969 bis 1974 ohne Mz.
ausser Kurs seit 1.1.1977
5 Rappen
1850 bis 1877
1,667g Billon; 17,00mm; gleichständig Rand glatt
Vs.: Bundeswappen auf Ähren, Schriftzug HELVETIA, Jahreszahl am unteren Rand
Rs.: Wertangabe im Rebenkranz
1850 und 1851 Mz.BB; (Ag5Cu60Zn25Ni10)
1872 bis 1873 Mz.B; (Ag5Cu85Zn5Ni5)
1874 bis 1877 Mz.B; (Ag5Cu65Zn20Ni10)
Besonderheiten: 1850 Mz.AB kleiner Teil der Auflage von ca. 10 Mio.
1850 ohne Mz. wenige Stücke
ausser Kurs seit 1. Januar 1887
1879 bis 1980
2,000g Cu75Ni25; 17,00mm; Mz.B; gleichständig Rand glatt
Vs.: Kopf der Helvetia nach rechts, Schriftzug CONFOEDERATIO HELVETICA, Jahreszahl am unteren Rand
Rs.: Wertangabe im Rebenkranz
1932 bis 1941 aus Reinnickel
1970 bis 1980 ohne Mz.
Besonderheiten: 1896 16 Stück zur Weltausstellung geprägt
1917 wenige Exemplare in Messing (Cu60Zn40)
1918 gesamte Auflage in Messing (Cu60Zn40)
ausser Kurs seit 1. Januar 1984 (Messing ausser Kurs seit 1. Januar 1924)
1981 bis heute
1,800g Alubronze (Cu92Al6Ni2) 17,00mm; Mz.B; gleichständig Rand glatt
Vs.: Kopf der Helvetia nach rechts, Schriftzug CONFOEDERATIO HELVETICA, Jahreszahl am unteren Rand
Rs.: Wertangabe im Rebenkranz
1981 bis 1985 ohne Mz.
Besonderheiten: 1979 wenige Exemplare zur Probe
Kursgültig
10 Rappen
1850 bis 1876
2,5g Billon; 19,00mm; gleichständig Rand glatt
Vs.: Bundeswappen auf Eichenzweigen, Schriftzug HELVETIA, Jahreszahl am unteren Rand
Rs.: Wertangabe im Eichenkranz
1850 und 1851 Mz.BB; (Ag10Cu55Zn25Ni10)
1871 bis 1873 Mz.B; (Ag10Cu80Zn5Ni5)
1875 bis 1876 Mz.B; (Ag10Cu65Zn15Ni10)
ausser Kurs seit 1. Januar 1887
1879 bis heute
3,000g Cu75Ni25; 19,00mm; Mz.B; gleichständig Rand glatt
Vs.: Kopf der Helvetia nach rechts, Schriftzug CONFOEDERATIO HELVETICA, Jahreszahl am unteren Rand
Rs.: Wertangabe im Eichenkranz
1932 bis 1939 aus Reinnickel
1970 bis 1985 ohne Mz.
Besonderheiten: 1896 16 Stück zur Weltausstellung geprägt
1918 gesamte Auflage in Messing (Cu60Zn40)
1919 3 Mio der Auflage von 6 Mio in Messing (Cu60Zn40)
Kursgültig (Messing ausser Kurs seit 1. Januar 1924, Nickel ausser Kurs seit 1.Januar 2004)
20 Rappen
1850 bis 1859
3,25g Billon; 21,00mm; gleichständig Rand glatt
Vs.: Bundeswappen auf Alpenrosenzweigen, Schriftzug HELVETIA, Jahreszahl am unteren Rand
Rs.: Wertangabe im Alpenrosenkranz
1850 und 1851 Mz.BB; (Ag15Cu5Zn25Ni10)
1858 Mz.B; (Ag15Cu75Zn5Ni5)
1859 Mz.B; (Ag15Cu65Zn10Ni10)
ausser Kurs seit 1. Januar 1887
1881 bis 1938
4,0g Reinnickel; 21,00mm; gleichständig Rand glatt
Vs.: Kopf der Helvetia nach rechts, Schriftzug CONFOEDERATIO HELVETICA, Jahreszahl am unteren Rand
Rs.: Wertangabe im Alpenrosenkranz
1881 die erste Reinnickelmünze der Welt
ausser Kurs seit 1.Januar 2004
1939 bis heute
4,000g Cu75Ni25; 21,00mm; Mz.B; gleichständig Rand glatt
Vs.: Kopf der Helvetia nach rechts, Schriftzug CONFOEDERATIO HELVETICA, Jahreszahl am unteren Rand
Rs.: Wertangabe im Alpenrosenkranz
1970 bis 1985 ohne Mz.
Kursgültig
1/2 Franken (50 Rappen)
1850 bis 1851
2,5g Silber 900; 18,00mm; gleichständig, Rand geriffelt
Vs.: Sitzende Helvetia mit Wappenschild vor der Jungfrau, Schriftzug HELVETIA am oberen Rand
Rs.: Wertangabe und Jahreszahl im Kranz aus Eichen- und Alpenrosenzweigen
Mz.A
ausser Kurs seit 2. Januar 1869
1875 bis 1967
2,5g Silber 835; 18,00mm; gegenständig Rand geriffelt
Vs.: Stehende Helvetia mit Wappenschild, 22 Sterne für die Kantone, Schriftzug HELVETIAam unteren Rand
Rs.: Wertangabe und Jahreszahl im Kranz aus Eichen- und Alpenrosenzweigen
Mz.B
Besonderheiten: 1894 Mz.A
1896 28 Stück zur Weltausstellung geprägt
ausser Kurs seit 1.Oktober 1971
1968 bis heute
2,2g Cu75Ni25; 18,00mm; Mz.B; gegenständig Rand geriffelt
Vs.: Stehende Helvetia mit Wappenschild, 22 Sterne für die Kantone, Schriftzug HELVETIAam unteren Rand
Rs.: Wertangabe und Jahreszahl im Kranz aus Eichen- und Alpenrosenzweigen
1970 bis 1985 ohne Mz.
ab 1982 gleichständig
ab 1983 mit 23 Sternen (für den neuen Kanton Jura)
Kursgültig
1 Franken
1850 bis 1857
5,0g Silber 900; 23,00mm; gleichständig, Rand geriffelt
Vs.: Sitzende Helvetia mit Wappenschild vor der Jungfrau, Schriftzug HELVETIA am oberen Rand
Rs.: Wertangabe und Jahreszahl im Kranz aus Eichen- und Alpenrosenzweigen
1850 bis 1851 Mz.A
1857 Mz. B; gegenständig, Inschrift KORN am unteren Rand der Vs.; (526 Ex.)
ausser Kurs seit ?
1860 bis 1861
5,0g Silber 800; 23,00mm; gegenständig Rand geriffelt
Vs.: Sitzende Helvetia mit Wappenschild vor der Jungfrau, Schriftzug HELVETIA am oberen Rand
Rs.: Wertangabe und Jahreszahl im Kranz aus Eichen- und Alpenrosenzweigen
Mz.B
ausser Kurs seit ?
1875 bis 1967
5,0g Silber 835; 23,00mm; gegenständig Rand geriffelt
Vs.: Stehende Helvetia mit Wappenschild, 22 Sterne für die Kantone, Schriftzug HELVETIAam unteren Rand
Rs.: Wertangabe und Jahreszahl im Kranz aus Eichen- und Alpenrosenzweigen
Mz.B
Besonderheiten: 1896 28 Stück zur Weltausstellung geprägt
ausser Kurs seit 1.Oktober 1971
1968 bis heute
4,4g Cu75Ni25; 23,00mm; Mz.B; gegenständig Rand geriffelt
Vs.: Stehende Helvetia mit Wappenschild, 22 Sterne für die Kantone, Schriftzug HELVETIAam unteren Rand
Rs.: Wertangabe und Jahreszahl im Kranz aus Eichen- und Alpenrosenzweigen
1970 bis 1985 ohne Mz.
ab 1982 gleichständig
ab 1983 mit 23 Sternen (für den neuen Kanton Jura)
Kursgültig
2 Franken
1850 bis 1857
10,0g Silber 900; 27,00mm; gleichständig, Rand geriffelt
Vs.: Sitzende Helvetia mit Wappenschild vor der Jungfrau, Schriftzug HELVETIA am oberen Rand
Rs.: Wertangabe und Jahreszahl im Kranz aus Eichen- und Alpenrosenzweigen
1850 Mz.A
1857 Mz. B; gegenständig, Inschrift KORN am unteren Rand der Vs.; (622 Ex.)
ausser Kurs seit ?
1860 bis 1863
10,0g Silber 800; 27,00mm; gegenständig Rand geriffelt
Vs.: Sitzende Helvetia mit Wappenschild vor der Jungfrau, Schriftzug HELVETIA am oberen Rand
Rs.: Wertangabe und Jahreszahl im Kranz aus Eichen- und Alpenrosenzweigen
Mz.B
ausser Kurs seit ?
1874 bis 1967
10,0g Silber 835; 27,00mm; gegenständig Rand geriffelt
Vs.: Stehende Helvetia mit Wappenschild, 22 Sterne für die Kantone, Schriftzug HELVETIAam unteren Rand
Rs.: Wertangabe und Jahreszahl im Kranz aus Eichen- und Alpenrosenzweigen
Mz.B
Besonderheiten: 1896 20 Stück zur Weltausstellung geprägt
ausser Kurs seit 1.Oktober 1971
1968 bis heute
8,8g Cu75Ni25; 27,00mm; Mz.B; gegenständig Rand geriffelt
Vs.: Stehende Helvetia mit Wappenschild, 22 Sterne für die Kantone, Schriftzug HELVETIAam unteren Rand
Rs.: Wertangabe und Jahreszahl im Kranz aus Eichen- und Alpenrosenzweigen
1970 bis 1985 ohne Mz.
ab 1982 gleichständig
ab 1983 mit 23 Sternen (für den neuen Kanton Jura)
Kursgültig
5 Franken 1850 bis heute
10 Franken 1911-1922
20 Franken 1871-1947
schmales Kreuz
Am 12.Dezember 1889 beschliesst der Bundesrat:
Das Wappen der Eidgenossenschaft ist im roten Felde ein aufrechtes, freistehendes
weisses Kreuz, dessen unter sich gleiche Arme je einen Sechstel länger als breit sind.
Lange zuvor wurde die Diskussion um die richtigen Proportionen geführt.
Bereits 1853 stellte die Eidgenössische Münzstätte in Bern die Prägung der
Ein- und Zwei Rappen Stücke von den zu schmalen Kreuzen der französischen
Stempel auf die richtige Proportion um.
Nur 1853 und 1891 kamen irrtümlicherweise die falschen Stempel für einen Teil
der Auflage zum Einsatz. Diese Stücke werden in der Literatur häufig mit SM
gekennzeichnet.
1896
Im Jahr 1896 wurden nur 20 Rappen und 20 Franken in Gold für den Umlauf geprägt.
In diesem Jahr fand die Weltausstellung in Genf statt und die Eidgenössische Münzstätte war dort mit einem Stand vertreten um die Prägung von Münzen und Medallien für dritte Länder feilzubieten. Um aktuelle Beispiele aus dem Fertigungsprogramm zeigen zu können wurden von allen Nominalen wenige Stücke mit der Jahreszahl 1896 besonders sorgfältig geprägt. Einige dieser Stücke gingen nach der Ausstellung als Andenken an Mitarbeiter der Münze und kamen so in Umlauf.
Heute sind diese extrem seltenen Stücke sehr gesucht.
In der Literatur ist häufig eine Prägezahl von 2000 Exemplaren für das 5 Franken Stück angegeben. Diese Zahl kann nicht richtig sein, denn eine solche Anzahl Stücke taucht nirgends auf. Realistisch dürften ca. 20 Exemplare existieren.
1982
Im Jahr 1981 werden neue Verpackungen für die seit 1974 ausgegebenen Münzsätze eingeführt. Diese Kunststoffschalen schliessen die Münzen vollständig ein (für PP zusätzlich ein Ledereinband). Unschön ist jedoch, daß ein Teil der Münzen auf dem Kopf steht. Ab 1982 erfolgen daher alle Prägungen gleichständig.
Jungfrau
Die Jungfrau zählt zu den bekanntesten Bergen in der Schweiz. Zusammen mit Eiger und Mönch wird eine auffällige Dreiergruppe gebildet, die das Berner Oberland und das Wallis trennt. Im Jahr 2005 ist das Abbild der Jungfrau auf dem 10 Franken-Stück in Bimetall zu finden.
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