Salzburger Emigration
Die Reformation fand auch in den Salzburger Landen Anhänger, wahrscheinlich begünstigt durch den Zuzug sächsischer Bergleute in die salzburgischen Bergbaugebiete. 200 Jahre lang wurden die Protestanten in den salzburgischen Gebieten verfolgt. Karl Roll schreibt 1925 in seinem Aufsatz "Die Schaumünzen auf die Salzburger Emigration": "Trotz der ständigen Verfolgungen der Evangelischen gelang die Reinigung des Erzstiftes von der Irrlehre nicht." 1731 wurden die Protestanten ausgewiesen. 17.000 Menschen wurden durch den Einsatz von Soldaten aus dem Land getrieben.
Die aus ihrer Heimat vertriebenen Salzburger Protestanten zogen meist nach Preußen, wo sie zuerst in Berlin vom König bewillkommnet und dann nach Litauen weitergeleitet wurden.
1732 flüchteten noch 788 Salzburger in die Niederlande, 1733 noch einige Hundert nach Amerika.
Auf diese Vertreibung gibt es mehrere Medaillen. Roll beschreibt in seinem Aufsatz 77 verschiedene Typen.
Preußen, Friedrich Wilhelm I., Medaille auf die Aufnahme der Salzburger Emigranten.

![[Hauptseite]](/stylesheets/images/numispedia.gif)