Hauptseite | Letzte Änderungen | Seite bearbeiten | Versionen

Druckversion | Lizenzbestimmungen

Nicht angemeldet
Anmelden | Hilfe
 

Reichsmünzordnung

Um 1500 war das Münzwesen Deutschlands zersplittert, die Münzen verschiedener Gegenden ließen sich nur schwer in ein Wertverhältnis zueinander bringen. Kaiser Karl V. (1519-1556) versuchte, Ordnung zu schaffen, indem er den Reichstag über eine Reichsmünzordnung beraten ließ. Damit sollte eine Reichswährung geschaffen werden. 1524 wurde die erste Reichsmünzordnung in Eßlingen verabschiedet; in ihr wurde der silberne Guldiner mit seinen Teilstücken zur Reichsmünze gemacht, die von allen deutschen Münzständen mit gleichem Silbergehalt geprägt werden sollte, nämlich 27,41 g Feinsilber pro Guldiner. Tatsächlich folgte aber kaum jemand dieser Vorschrift. Deshalb gab es neue Beratungen und 1551 eine neue Reichsmünzordnung, verabschiedet in Augsburg: Man einigte sich auf einen Taler zu 72 Kreuzern als Reichsmünze, der 27,49 g Feinsilber enthalten sollte. Da auch dies weitgehend unbeachtet blieb, kam es 1559 in Augsburg zur dritten Reichsmünzordnung: Ein Reichsgulden zu 60 Kreuzern mit einem Feinsilbergewicht von 22,89 g löste den Taler als Reichsmünze ab. 1566 schließlich kam in Augsburg die vierte Reichsmünzordnung zustande: Reichsmünze wurde der Reichstaler mit einem Feinsilbergewicht von 25,98 g, nach dem Vorbild der in Sachsen in großen Mengen geprägten Taler. Damit hatte man eine gute Lösung für das Problem der Reichsmünze gefunden, und bis ins 18. Jh. wurde der Reichstaler nach der Reichsmünzordnung von 1566 als Haupthandelsmünze geprägt.

Von "http://www.numispedia.de/Reichsm%FCnzordnung"

Diese Seite wurde bisher 5136 mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt geändert um 17:23, 13. Aug 2005. Inhalt ist verfügbar unter der Creative Commons.


[Hauptseite]
Hauptseite
Letzte Änderungen
Zufälliger Artikel
Aktuelle Ereignisse

Seite bearbeiten
Diskussion
Versionen
Was zeigt hierhin
Verlinkte Seiten

Spezialseiten
Kontakt