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Reichskreditkassen

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Reichskreditkassen, 5 Reichspfennig 1940 D
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Reichskreditkassen, 5 Reichspfennig 1940 D

Reichskreditkassen; Die Reichskreditkassen wurden am 23. September 1939 in Berlin gegründet und am 8. November 1939 nach Krakau verlegt. Ihre Aufgabe bestand darin, die im 2. Weltkrieg besetzten Gebiete mit Geld zu versorgen. Die Reichskreditkassen gaben zunächst für Polen Banknoten zu 5,2 und 1 RM sowie zu 50 Rpf aus. Mit der Verordnung über Reichskreditkassen vom 3.5.1940 wurden weitere Kassen in Dänemark und Norwegen errichtet. Entsprechend dem Kriegsfortgang dehnte sich der Wirkungsbereich der Reichskreditkassen auf andere besetzte Gebiete in Belgien, Frankreich, Luxemburg, die Niederlande, die Kanalinseln, Jugoslawien, Griechenland, Estland, Litauen, Lettland, die Sowjetunion und Rumänien aus. Es folgten Banknoten zu 20 und 50 RM sowie Lochmünzen zu 5 und 10 Reichspfennig.

Im Reichsgebiet waren die Emissionen der Reichskreditkassen kein gültiges Zahlungsmittel. Daher wurden die Münzen auch als Lochmünzen ausgebracht, um Verwechslungen mit Reichsmünzen vorzubeugen.

In den besetzten Gebieten standen die Zahlungsmittel der Reichskreditkassen in einem festen Wechselkurs zur Landeswährung. Außerdem galten hier auch die Reichsmünzen zu 1 bis 10 Reichspfennig als gesetzliches Zahlungsmittel.

Münzen der Reichskreditkassen

Geprägt werden sollten die Münzen ursprünglich in großer Menge, geplant waren 100 Mio. zu 5 Rpf und 250 Mio. zu 10 Rpf. Der erste Prägeauftrag, welcher im April 1940 erteilt wurde, lautete über 40 Mio. zu 5 Rpf und 100 Mio. zu 10 Rpf. Die Gesamtmenge wurde jeweils aufgeteilt auf die 7 deutschen Prägestätten nach dem Prägeschlüssel von 1939. Der Auftrag wurde jedoch schon im August 1940 gestoppt, da die Wehrmacht, welche die Münzen für Belgien und Frankreich angefordert hatte, keinen Bedarf mehr daran hatte. Die Soldaten bedienten sich vielmehr den jeweiligen Landesmünzen. Bis zum Prägestop hatten erst Berlin und Karlsruhe nennenswerte Stückzahlen geprägt, zur Ausgabe kamen sie jedoch nur in geringem Umfang. Der Großteil wurde wegen der begrenzten Lagerstätten wieder eingeschmolzen, ebenso die Rohlinge, die wegen dem Mittelloch für die Prägung anderer Reichsmünzen unbrauchbar waren. Anfang 1941 forderten die Reichskreditkassen plötzlich große Mengen Münzen für Rumänien an. Im Februar 1941 wurden daher erneut Aufträge über 24 Mio. Münzen zu 5 Rpf und 8 Mio. Münzen zu 10 Rpf erteilt. Außer Berlin und Stuttgart verwendeten die Prägestätten für die Abarbeitung die alten Prägestempel von 1940. Aber auch diesmal hatte man den tatsächlichen Bedarf überschätzt, so daß die meisten Münzen gar nicht erst zur Auslieferung kamen. Mit drei Ausnahmen (5 Rpf 1940 A und D, 10 Rpf 1940 A) sind daher heute alle Münzen nicht häufig bis sehr selten.

Prägezahlen


5 Reichspfennig 10 Reichspfennig
1940 A 11.310.763 7.435.223
1940 B 3.020.340 842.040
1940 D 7.682.000 964.000
1940 E 2.445.150 510.350
1940 F 1.798.461 in 1941 enthalten
1940 G 1.247.492 2.264.370
1940 J 1.678.000 532.000
1941 A 10.670.418 9.469.036
1941 F 2.049.590 651.894


Banknoten der Reichskreditkassen

Undatierte Banknoten wurden in Stückelungen zu 50 Reichspfennig, 1, 2, 5, 20 und 50 Reichsmark ausgegeben. Alle Noten kommen heute noch häufig vor. Ein kompletter Satz in guter Erhaltung ist für unter 50 € zu bekommen (Stand: August 2007).

Von "http://www.numispedia.de/Reichskreditkassen"

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