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Rechnungseinheit

Von Rechnungseinheiten (abweichend von den zirkulierenden Münzen) spricht man, wenn ein Land keine oder zuwenig eigene Münzen prägt um den Münzumlauf mit ihnen zu garantieren. So hatten die kleineren schweizerischen Kantone fast immer zuwenig eigenes Geld im Umlauf (vor 1850). Hauptumlaufsmünzen dieser Periode war der Ecu aus Frankreich, der 39 bis 40 Batzen galt. Der Brabanter Taler aus den österreichischen Niederlanden und der Louis d'or aus Frankreich. In der Schweiz selbst wurden Franken, Batzen und Rappen geprägt, aber mit Gulden gerechnet. So galt der Zürcher Gulden 1 Franken 6 Batzen, der Berner Gulden 1 Franken 5 Batzen, der Luzerner Gulden 1 Franken 3 1/3 Batzen. 12 1/2 Zuger Gulden galten einen Louis d'or (16 Franken), ebenso 13 Schwyzer Gulden. In Süddeutschland galt damals der Brabanter Taler 2 Gulden 42 Kreuzer im 24 Guldenfuss rsp. 2 Gulden 15 Kreuzer im 20 Guldenfuss. Erwähnenswert scheint mir, dass damals heftig darum gestritten wurde, welchem Währungssystem sich die neue Eidgenossenschaft anschliessen soll. Zur Auswahl standen das französische Münzsystem mit dem Franc als Einheit definiert als 4,5 Gramm Silber rsp. 0,29032258 Gramm Gold und der süddeutsche Gulden à 2/49 kölner Mark Silber, unterteilt in 60 Kreuzer. Nach 1865 schloss sich die Schweiz der Lateinischen Münzunion an und bis 1914/18 zirkulierten mehr Münzen dieser Länder in der Schweiz als selbstgeprägte Franken (analog den heutigen Verhältnissen im Euro-Raum).

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