Prägestempel
Prägestempel sind die Werkzeuge, durch die die Münze ihr Prägebild erhält. Sie haben immer an einer Seite eine Fläche, in die das Bild der zu prägenden Münze negativ eingeschnitten, eingepunzt oder abgesenkt wurde.
Bei der Handprägung war der Oberstempel zylinderförmig, während der Unterstempel einen Dorn hatte, mit dem er in einen Amboß eingelassen war.
Mit dem Aufkommen der Maschinenprägung änderten sich die Formen der Stempel je nach der angewandten Prägetechnik.
Hohenzollern-Hechingen, Stempel der Wappenseite für 3 Kreuzer 1845-1847. Das Eisen zeigt Rostspuren.
Prägetechnik
Zur Münzprägung benötigt man in der Regel 2 Prägestempel, den Oberstempel und den Unterstempel. Bei der Handprägung oder Hammerprägung war der Unterstempel auf einem festen Untergrund fixiert, darauf legte man den Schrötling und schlug mit einem Hammer und dem beweglichen Oberstempel das Münzbild ein. Das Münzbild, welches jeweils invertiert in den Unterstempel graviert wurde, nennt man Avers, das Münzbild des Oberstempels Revers.

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