Hauptseite | Letzte Änderungen | Seite bearbeiten | Versionen

Druckversion | Lizenzbestimmungen

Nicht angemeldet
Anmelden | Hilfe
 

Manzù, Giacomo

Giacomo Manzù (geb. 22. Dez. 1908 in Bergamo, Italien; gest. 17. Jan. 1991 in Rom, Italien) war Bildhauer, Grafiker und Zeichner. Er stammte aus kleinen Verhältnissen, erwarb am Fantoni Institut sein Diplom in plastisch bildender Kunst und besuchte während seiner militärischen Ausbildung in Verona gelegentlich die Cignaroli Akademie.

Seinen ersten größeren Auftrag erhielt er nach kurzen Aufenthalt in Paris in Mailand, wo er 1931 - 1932 die Kapelle der Katholischen Universität ausgestaltete. Manzù stand im Widerstand zum Faschismus, und dieser Widerstand fand in den Jahren 1939 - 1946 seinen Ausdruck in einer Serie von provokativen Bas-Reliefen zum Thema „Kreuzigungen“. Trotz heftiger Kritik durch Kirche und Regierung gelang ihm mit dieser Serie der Durchbruch, und er erhielt 1940 eine Professur für Bildhauerkunst an der Brera-Akademie. 1948 erhielt er auf der Biennale in Venedig die Goldmedaille für seine Serie „Kardinäle“, die er 1937 begonnen hatte. Den strengen Stil dieser Skulpturen behielt er über Jahrzehnte bei. Er spiegelt sich auf zwei von ihm gestalteten Medaillen auf den 80. Geburtstag Papst Pauls VI. und dessen 15-jähriges Pontifikat wider.

Bild vergrößern Bild vergrößern

Manzù - Zwei Medaillen auf den 80. Geburtstag Papst Pauls VI. 1977

1954 wechselte Manzù von Brera nach Salzburg, wo er seine Lebensgefährtin Inge Schabel kennenlernte, die von da an zusammen mit ihrer Schwester seine bevorzugten Modelle wurde. In Salzburg arbeitete er von 1958 bis 1964 am „Tor des Todes“ für den Petersdom in Rom, im Anschluß daran siedelte er nach Ardea bei Rom über und gestaltete dort von 1965 - 1968 das „Tor des Friedens und des Krieges“ für die Laurentius Kirche in Rotterdam.

Nach Abschluß dieser Arbeit wendete Manzù sich vom Basrelief der Vollplastik und intimeren Themen zu wie den „Passi di danza“ (Tanzschritte) oder „Amanti“ (Die Liebenden). Er gestaltete Bühnenbilder und Kostüme.

Manzù erwarb zahlreiche Anerkennungen, darunten den Titel eines Ehrenmitglieds der London Royal Academy of Arts. 1970 schenkte er seine Sammlung dem italienischen Volk, lebte in der Folge in London und arbeitete in Ardea. Er starb im Alter von 82 in Rom, und seine Frau Inge verfügte, daß sein Atelier in Ardea in dem Zustand blieb, wie er es verlassen hatte.

Bild vergrößern Manzù - Portraitmedaille o.J.

Der Ausgabeanlaß für die Portrait-Medaille, die im Avers möglicherweise sein Selbstbildnis zeigt und im Avers und Etui seinen Namen trägt, ist bis auf weiteres ungeklärt.


Von "http://www.numispedia.de/Manz%F9%2C_Giacomo"

Diese Seite wurde bisher 1218 mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt geändert um 13:25, 2. Dez 2007. Inhalt ist verfügbar unter der Creative Commons.


[Hauptseite]
Hauptseite
Letzte Änderungen
Zufälliger Artikel
Aktuelle Ereignisse

Seite bearbeiten
Diskussion
Versionen
Was zeigt hierhin
Verlinkte Seiten

Spezialseiten
Kontakt