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Münztarif

Im Münztarif wurde bis ins 19. Jahrhundert festgelegt, zu welchem Kurs die fremden Münzen an Zahlung genommen werden mussten. Besonders in den schweizerischen Kantonen, die permanent an der Knappheit eigener Münzen krankte, war man darauf angewiesen, dass ausländische Münzen den Grossteil des kursierenden Bargeldes bestritten. Im Laufe der Zeit änderten sich die Wechselkurse und/oder bekannte Münzen verschwanden aus dem Alltag. So galt z.B. die Sonnenkrone (Ecu de soleil) einst 25 Batzen, später ein Mehrfaches davon. Andere Währungen entwerteten sich schneller als die eigenen Münzen und wurden deshalb laufend im Wert verringert. Mit dem Münztarif wurde auch versucht, unerwünschte Münzen aus dem Umlauf zu verdrängen, indem man den Tarif laufend herabsetzte. Erwünschten Münzen z.B. 5 Francs Frankreichs gestand man einen leicht überhöhten Tarif zu um sie stärker zu verbreiten. Einen vergeblichen Versuch minderwertige Münzen tarifarisch hochzuhalten startete der Kanton Bern im 17. Jahrhundert, als das Experiment misslang mussten die minderwertigen Batzen 1652 quasi über Nacht auf 50 % herabgesetzt werden (halbbatzig), was zu politischen Unruhen führte.

Von "http://www.numispedia.de/M%FCnztarif"

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