Münzmeister
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Der Münzmeister war der für die Herstellung der Münzen verantwortliche Mann. Je nach Zeit und Ort waren seine Machtbefugnisse dabei unterschiedlich. Vom späten Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert sind die Münzmeister oft Unternehmer, die eine Münzstätte pachten, dem Münzherrn einen vertraglich festgelegten Schlagschatz bezahlen, das Silber selbst besorgen, und dann auf eigene Rechnung prägen lassen (und dabei manchmal sehr reich werden). Ab dem Beginn des 18. Jahrhunderts wurden die Münzmeister allgemein aus ihrer selbständigen Unternehmerstellung in eine Beamtenstellung gedrängt, sie waren von da an mehr Techniker als Bankiers. Welche Freiheiten der Münzmeister hatte, war je nachdem verschieden. Es sind uns Verträge überliefert, in denen die Summe die Hauptsache ist, die der Münzmeister für die Nutzung des Prägerechts zu zahlen hat. Andererseits gibt es Verträge, in denen dem Münzmeister genau vorgeschrieben wurde, welche Münzen er in welcher Menge und welcher Qualität zu prägen hatte.
Siehe auch Hausgenossen
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