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Konstantinrubel

Als im Jahr 1825 der russische Zar Alexander I. starb, hatte er weder Sohn noch Tochter, die die Thronfolge hätten antreten können. Der Nächste in der Reihe der Thronanwärter wäre deshalb Alexanders jüngerer Bruder Konstantin gewesen. Der russische Finanzminister Graf Kankrin beauftragte die Münzstätte in Sankt Petersburg, die Prägung neuer Rubel mit dem Bild Konstantins vorzubereiten. Der Medailleur Jakob Reichel entwarf die Stempel.

Bild:Konstantinrubel_Av.jpg Bild:Konstantinrubel_Rv.jpg

Tatsächlich gab es aber ein geheimes, von Alexander I. gebilligtes Abkommen zwischen Konstantin und seinem jüngeren Bruder Nikolaus, daß Nikolaus Zar werden sollte und Konstantin auf den Thron verzichtete. Als dieses Abkommen bekannt wurde, stellte man in der Münzstätte sofort alle Arbeiten am Konstantinrubel ein, versiegelte die Stempel und fünf bereits geprägte Probeabschläge, Reichels Entwurfzeichnungen usw. in einem Paket, das bis 1879 in einem Geheimarchiv lag. Der Medailleur Reichel war aber auch ein Münzensammler. Er besaß eine bedeutende Sammlung russischer Münzen und Medaillen, er hatte die Stempel für den Konstantinrubel entworfen, und er hatte Zugang zur Münzstätte. Jedenfalls besorgte sich Reichel einen Konstantinrubel für seine Sammlung. Dieses Exemplar hatte einen glatten Rand, während die fünf in der versiegelten Kiste mit Randschrift geprägt waren. Wahrscheinlich hat Reichel sein Stück selber geprägt, ohne ein Rändeleisen zur Verfügung zu haben. Im Jahr 1879 wurde die versiegelte Kiste geöffnet, und die fünf enthaltenen Konstantinrubel mit Randschrift wurden verteilt: Einen erhielt der damalige Zar Alexander II., einen bekam das Münzkabinett in der Eremitage, und je einen erhielten die Großfürsten Georgi Michailowitsch und Sergej Alexandrowitsch und Prinz Alexander von Hessen, alles interessierte Münzensammler. 1919 tauchte ein weiteres Exemplar mit glattem Rand auf, genau wie das Exemplar der Reichelschen Sammlung, so daß nun sieben Exemplare bekannt sind, fünf mit und zwei ohne Randschrift. Dieses letzte Exemplar wurde im Januar 2004 für 525.000.- US-Dollar in einer Auktion in New York versteigert.

Von "http://www.numispedia.de/Konstantinrubel"

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