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Kirchenstaat

Seit dem 6. Jahrhundert entwickelte sich aus dem zunehmenden Grundbesitz des römischen Bistums allmählich ein Herrschaftsgebiet, das staatliche Funktionen übernahm. Zunächst stand es unter der Oberhoheit des oströmischen Kaisers. Im 8. Jahrhundert wurde das auch als "Patrimonium Petri" bezeichnete Territorium durch Schenkungen seitens der Karolinger erweitert und erkannte im Gegenzug die Autorität der Frankenkaiser und ihrer Nachfolger an. 1213 wurde der Kirchenstaat von Kaiser Friedrich II. als unabhängiges Herrschaftsgebiet des Papstes anerkannt. Napoleon erklärte den Kirchenstaat zur Römischen Republik und gliederte diese 1809 dem Königreich Italien ein. Der Wiener Kongreß stellte 1815 den Kirchenstaat wieder her. Schon 1870 wurde er erneut und diesmal endgültig von Italien annektiert. (s.a. Vatikan)

Vor 1860 war Hauptwährungsmünze der Scudo, der etwa dem Taler entsprach. Goldmünzen wurden als Doppie oder zu 15, 30 oder 60 Paoli ausgeprägt. Neben der Münze in Rom prägten auch Münzstätten in Bologna, Gubbio und Ravenna Kleinmünzen. Ende des 18. Jahrhunderts gaben zusätzlich knapp 20 Stadtrepubliken als Bestandteile der Römischen Republik eigene Münzen aus. Ab 1866 führte der Kirchenstaat die Lira als neue Währung ein, die dezimal unterteilt war in 20 Soldi oder 100 Centesimi.

Münzen des Kirchenstaats wurden auch in Avignon geprägt, das von 1348 bis 1797 zum Kirchenstaat gehörte. Schon 1309 hatte Papst Klemens V. seine Residenz nach A. verlegt, bis 1376 blieb es Regierungssitz der Päpste.

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