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Köln, Prägestätte

(Weitergeleitet von Köln)

Köln, war bereits in der Antike (seit dem 3. Jhdt. n.Chr.) Sitz einer römischen Prägestätte. Im Mittelalter ließen hier die deutschen Könige und Erzbischöfe von Köln Münzen prägen.

Im 8.und 9. Jahrhundert spielte Köln als Münzstätte keine große Rolle. Die Kölner Münzen zeigen meist das kopierte Münzbild von Aachen und Duurstede (Dorestad), das Münzbild des Reichsdenars. Es gibt aber auch Münzen mit zweizeiligem Stadtnamen Colonia von Karl dem Großen oder einzeilig von Ludwig dem Deutschen oder Ludwig III. Bis zum Beginn des 10. Jahrhunderts war und blieb die Prägetätigkeit in Köln eher gering. Dies änderte sich grundlegend erst mit Beginn des 10. Jahrhunderts unter Ludwig IV. dem Kind (http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_IV._(Ostfrankenreich)) (900-911). Mit zunehmender Prägetätigkeit beginnen die Kölner Münzbilder sich frei von fremden Einflüssen zu machen. Da Köln durch seine Kirchen und Reliquien neben Rom, Byzanz und Jerusalem zu einer bedeutenden Pilgerstätte geworden war, erhielt es den Zusatz "Heilig". Auch in Urkunden dieser Zeit wird vom Heiligen Köln gesprochen. Unter Ludwig dem Kind wird dann aus dem ursprünglichen Namen der Römer für Köln "Claudia Ara (A)ggripinensium" und dem Zusatz (S)ancta = Heilig das dreizeilige Sancta Colonia Agrippina. Diese Form des Münzbildes wurde auch nach dem Tode Ludwig des Kindes von Karl dem Einfältigen (http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_Einf%C3%A4ltige) weitergeführt, als Köln mit Lothringen an das Westfrankenreich fiel. Im Jahr 925 holte König Heinrich I. (http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_I._(Ostfrankenreich)) Lothringen und damit auch Köln zurück. Das Münzbild blieb auch unter den Ottonen unverändert ca. 100 Jahre weiter bestehen. Einzige Ausnahme bilden die Münzen Erzbischofs Bruno I. (http://de.wikipedia.org/wiki/Brun_(K%C3%B6ln)) der gleichzeitig auch Herzog von Lothringen war, mit Kaiser Otto I. (http://de.wikipedia.org/wiki/Kaiser_Otto_I.) Diese Münzen zeigen auf dem Revers zweizeilig den Namen und Titel des Erzbischofs BRUNO ARCHIEPS (s. Hävernick 55). Erst unter Kaiser Heinrich II. (http://de.wikipedia.org/wiki/Kaiser_Heinrich_II.) und Kaiser Konrad II. (http://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_II._(HRR)) änderte sich das Münzbild. Unter Heinrich II. zeigt die Kreuzseite den gekrönten Kopf (die erste bildliche Darstellung seit den Merowingern). Münzen Konrads II. zeigen die gekrönte Kaiserbüste nach rechts (die letzte Darstellung eines Kaiserbildes auf Kölner Münzen). Von nun an übernehmen bildliche Darstellungen mehr und mehr die Rolle und verdrängen den dreizeiligen Stadtnamen vollends von den Kölner Münzen. An seine Stelle treten der Name oder das Bild des Erzbischofs und andere bildliche Darstellungen. Das dreizeilige Sancta Colonia Monogramm findet aber weiterhin Verwendung. Es wird von vielen Münzstätten kopiert und immitiert. So von Soest, Lüttich, Deventer, Münster, Minden, Osnabrück, Schwalenberg/Waldeck u.s.w. bis einschließlich hin zu den Niederelbischen Agrippinern. Oft wurden dezent lokale Beizeichen verwendet.

1474 erhielt die Stadt das Münzrecht, wovon sie bis ins 18. Jhdt. umfangreich gebrauch machte. Die Prägung umfaßte Heller, Talerteilstücke, Taler, Dukaten und Goldgulden.

Die letzte Prägung ist aus dem Jahr 1793 bekannt, 1797 wurde die Prägestätte geschlossen.

Quellenangabe

Literatur

Siehe auch


Von "http://www.numispedia.de/K%F6ln%2C_Pr%E4gest%E4tte"

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