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Hintergrund:Irland

(Weitergeleitet von Irland)

Irland ( irisch Éire, engl. Ireland), 4,2 Mio Einw. (2006), 60 E/km².

Irland ist ein Inselstaat auf der gleichnamigen Insel Irland. Es grenzt im Norden an Groß-Britanien (Provinz Nordirland) und ist im Osten von der Irischen See und im Westen und Süden vom Atlantik umgeben. Irland ist Mitglied der Europäischen Union.

Die Geschichte Irlands beginnt mit der Besiedlung in der Steinzeit. Etwa um 300 v. Chr., dem Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit, siedelen sich keltische Familien aus Gallien an.

Im Römischen Reich ist die Insel unter dem Namen Hibernia bekannt. Im Laufe der weiteren Geschichte gibt es eine Reihe von Königreichen und Fürstentümern in Irland.

Der Christianisierung Anfang des 5.Jahrhunderts durch britische Sklaven, unter ihnen auch der heutige Nationalheilige Patrick von Irland der 432 n.Chr. Auf die Insel kam, folgt die erste irische Blütezeit, die jäh durch die Beutezüge der Wikinger unterbrochen wird. 1154 wird Irland durch den Papst Adrian an England gegeben und im Jahre 1169 eroberen Normannen die Insel. Englische Eroberer bemächtigen sich des Landbesitzes der Iren und vertreiben diese in den unfruchtbaren Westen der Insel. 1800 werden Irland und England zum Vereinigten königreich von Groß-Birtanien und Irland vereinigt. Die Politik der großen englischen Grundbesitzer in Irland verursacht die Hungersnot von 1845 - 1849, in der viele Iren sterben oder nach Amerika auswanderen. Ein erster Schritt in Richtung politische Unabhängigkeit ist der Dominion-Status vom 6.Dezember 1921, der eine größere innenpolitische Eigenständigkeit garantiert und erst nach blutigen Ausschreitungen gewährt wurde. Sechs Grafschaften in der Provinz Ulster bleiben allerdings nach diesem Abkommen Bestandteil Großbritanniens. Der Nordirlandkonflikt hat darin seinen Ursprung. Am 29. Dezember 1937 wird die irische Verfassung verabschiedet.

Am 18. April 1949 nach über drei Jahrhunderten britischer Herrschaft wird Irland eigenständiger Staat als Republik und scheidet aus dem Commonwealth aus.

Währungsgeschichte:

Keltische Münzprägungen aus Irland sind nicht bekannt. Entweder werden die keltischen Münzen der anderen Länder verwendet oder man bleibt bei sogenannten Primitivgeld, aus Irland sind kleine Bronzeringe bekannt, die Geldersatzcharakter haben können.

Seit der Oberhohheit Englands über Irland werden dort englische Münzen verwendet. Allerdings gab es immer wieder eigenen Münzprägungen, die vermutlich aber keine große Rolle im Zahlungsverkehr spielten.

Das Münzsystem sah folgendermaßen aus: 4 Farthing = 1 Penny, 12 Penny = 1 Schilling, 5 Schilling = 1 Crown.

Gun money, also Münzen aus Kanonenmetall, werden unter Jakob II. in Irland von 1689-1691 als Notgeld geprägt.

König Georg II. Von England Lässt von 1737 bis 1760 Farthings und ½ Penny mit der Bezeichnung Hibernia prägen.

1805/06 werden ebenfalls Farthings, ½ Penny und 1 Penny-Münzen mit dem Bild König Georgs III. geprägt. Außerdem bringt die Bank von Irland 1805 bis 1813 Token in den Stückelungen von 5, 10 und 30 Pence heraus. Vermutlich sind nicht genügend englische Münzen im Umlauf vorhanden.

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts werden auch crown-Münzen geprägt, die danach aufgrund ihres Gewichts von 28,3 g aus dem Zahlungsumlauf verschwinden. Das irische Pfund (gälisch: Punt, ISO 4217: IEP) entsteht 1928 als Währung des irischen Freistaates. Insgesamt hat es in der Geschichte des irischen Pfunds nur 4 verschiedene Banknoten-Serien gegeben.

Es gelten, wie in Großbritanien und all seinen Kolonien: 12 Pennys = 1 Schilling, 2 Schillings= 1 Florin, 5 Shillings = 1 Crown, 4 Crown = 1 Sovereign.

Es sind folgende Stückelungen im Umlauf: Münzen: ½ und 1 Penny, 3 und 6 Pence, 1 Schilling, 1 Florin, ½ Crown. Die Münzprägungen werden 1967/68 eingestellt, als absehbar ist, dass die Währung verändert werden soll.

Zum 15. Februar 1971 stellt Irland seine Währung auf das Dezimalsystem um: 240 (alte) Pence = 100 New Pence (irisch: Nua Pingin) 1 Pfunt = 100 New Pence Das Irische Pfund wird von der irischen Zentralbank ausgegeben. Es sind folgende Stückelungen im Umlauf: Münzen: ½ (bis 1986), 1, 2, 5, 10 (ab 1969), 20 (ab 1986), 50 Pence und 1 Pfund (ab 1990); Scheine: 5, 10, 20, 50 und 100 Pfund.

Vor 1979 wurden britische Scheine der Bank of England im irischen Einzelhandel oft akzeptiert, irische Scheine in Großbritannien aber meistens nicht. (Eine ähnliche Situation besteht heute noch mit den Pfundscheinen der nordirischen und schottischen Geschäftsbanken, die in England und im Ausland nur begrenzte Akzeptanz genießen.)

1979 wird Irland Mitglied im europäischen Währungssystem, was das Ende der Parität mit dem britischen Pfund, die 150 Jahre bestanden hatte, bedeutet. Jan 1983 Abwertung um 3,5 %, 1985 Aufwertung um 2%, 1986 Abwertung um 8 %, 1992 Aufwertung um 3,5 %, 1998 Abwertung um 10 %.

Da das irische Punt weniger Wert war als das britische Pound, haben Betrüger versucht, die irischen Münzen als britische (insbesondere an dumme Touristen) loszuwerden. Dank Euro in der Republik ist diese Gefahr nicht mehr vorhanden.

Zum 01.01.2002 wird das Irische Pfund (Ir£) im Verhältnis 0,787564:1 durch den Euro ersetzt.

Das irische Pfund verliert nach der Euro-Einführung zum 9. Februar 2002 seine Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel. Der Umtausch von Münzen und Banknoten ist zeitlich unbegrenzt bei der irischen Zentralbank möglich.

Währungskurse: 1996/97: 1IRP = 2,50 DM

2002: 1 IE£ = 1,26974€ = 2,48339DM.

Von "http://www.numispedia.de/Hintergrund:Irland"

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