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Hintergrund:Sachsen

1. Seit dem 9. Jahrhundert bestehendes Herzogtum des westgermanischen Stammes der Sachsen, gelegen etwa im heutigen Niedersachsen. Mit dem Sturz des Welfen Heinrichs des Löwen 1180 ging dieses Herzogtum unter.

2. 1180 erhielten die Askanier ein neugebildetes Herzogtum Sachsen, dieses umfaßte das Land Hadeln und Gebiete um Lauenburg, Neuhaus und Wittenberg. 1260 kam es zur Teilung in Sachsen-Lauenburg und Sachsen-Wittenberg. Sachsen-Lauenburg gelangte nach dem Aussterben der Herzöge 1689 an Hannover. Sachsen-Wittenberg erlangte 1356 die Kurwürde, die Linie starb 1422 aus.

3. 1423 erhielten die als Markgrafen von Meißen herrschenden Wettiner die sächsische Kurwürde und die Länder der ausgestorbenen Wittenberger Herzöge verliehen. Der Name Sachsen wurde auf die wettinischen Gebiete in der Mark Meißen, Thüringen und der Lausitz übertragen. 1485 wurden die Länder geteilt in die ernestinische und die albertinische Linie. Die Kurwürde hatte zunächst die ernestinische Linie inne, diese ging jedoch 1547 zusammen mit dem Kurland Sachsen-Wittenberg an die albertinische Linie verloren.

4. Die ernestinische Linie, die im wesentlichen im heutigen Thüringen begütert war, erlebte seit 1572 eine Vielzahl von Teilungen, daraus entstanden die in ihrer Gesamtheit als Sächsische Herzogtümer bezeichneten Länder. Dazu zählten S.-Altenburg, -Coburg, -Eisenach, -Gotha, - Hildburghausen, -Meiningen, -Saalfeld, -Weimar, die öfter neu gegliedert, geteilt und zusammengeführt wurden. Bis 1918 bestanden die Herzogtümer Sachsen-Altenburg, Sachsen-Coburg und Gotha, Sachsen-Meiningen und das Großherzogtum (seit 1815) Sachsen(-Weimar-Eisenach).

5. Die albertinische Linie hatte 1499 die Primogenitur eingeführt und blieb zunächst ungeteilt. Nur 1657 kam es zur Abspaltung von S.-Zeitz (bis 1718), S.-Merseburg (bis 1738) und Sachsen-Weißenfels (bis 1746). Von 1697 bis 1763 war der sächsische Kurfürst gleichzeitig König von Polen. 1806 wurde Sachsen nach Beitritt zum Rheinbund Königreich. 1815 mußte Sachsen erhebliche Gebiete an Preußen abtreten, die zur Provinz Sachsen zusammengefaßt wurden. 1866 trat Sachsen dem Norddeutschen Bund bei, es wurde 1871 Mitglied des Deutschen Reiches. Der 1919/20 entstandene Freistaat Sachsen wurde 1949 Teil der Deutschen Demokratischen Republik und ging 1952 darin auf. 1990 wurde der Freistaat Sachsen als Land der Bundesrepublik Deutschland wiedererrichtet.

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Diese Seite wurde bisher 1893 mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt geändert um 19:39, 20. Mär 2007. Inhalt ist verfügbar unter der Creative Commons.


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