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Hintergrund:Deutsches Reich

Das Deutsche Reich entstand 1870/71 aus den Staaten des Norddeutschen Bundes und den Königreichen Bayern und Württemberg und dem Großherzogtum Baden. Dazu kam als Reichsland das von Frankreich eroberte Elsaß-Lothringen. Das Deutsche Reich war ein Bundesstaat, als Staatsoberhaupt fungierte der König von Preußen mit dem Titel Deutscher Kaiser.

Das Deutsche Reich erwarb auswärtige Besitzungen und Kolonien, nämlich Deutsch-Neuguinea, Deutsch-Ostafrika, Deutsch-Südwestafrika, Kamerun, Togo, Samoa und als Pachtgebiet von China Kiautschou. Sie gingen während des ersten Weltkriegs bzw. nach dem Versailler Vertrag 1919 verloren. Nur kurzfristig erlangte das Deutsche Reich das Schutzgebiet Wituland, das 1890 an Großbritannien ging.

Das Deutsche Reich wurde nach 1918 unter Beibehaltung des Staatsnamens Republik. Nach dem Tagungsort der Nationalversammlung wird es für die Zeit von 1919 bis 1933 auch als "Weimarer Republik" bezeichnet. Aufgrund des Versailler Vertrages erlitt das Deutsche Reich Gebietsverluste (Elsaß-Lothringen, Saargebiet, Eupen-Malmedy, Nordschleswig, Westpreußen, Posen, Teile Oberschlesiens, Danzig, Memelland). 1933 errichtete die NSDAP unter Adolf Hitler das sogenannte Dritte Reich. Der offizielle Staatsname änderte sich erst ab 1941 in Großdeutsches Reich.

Nach der Niederlage im 2. Weltkrieg 1945 wurde das Deutsche Reich von den Alliierten (USA, Großbritannien, Frankreich, UdSSR) in vier Besatzungszonen geteilt und zunächst gemeinsam durch den Alliierten Kontrollrat verwaltet. In partieller Rechtsnachfolge nach dem Deutschen Reich schlossen sich die Länder der westlichen Besatzungszonen 1949 zur Bundesrepublik Deutschland zusammen. In der Sowjetischen Besatzungszone entstand die Deutsche Demokratische Republik. Ostpreußen und große Teile Pommerns und Schlesiens gerieten unter sowjetische bzw. polnische Verwaltung, sie wurden 1990 endgültig an Rußland bzw. Polen abgetreten. Das Saarland fiel 1946 als Protektorat an Frankreich, es trat 1957 der Bundesrepublik Deutschland bei. 1990 wurde auch hinsichtlich des bis dahin einzigen Überbleibsels des Deutschen Reiches, des Mundatwaldes bei Wissembourg eine Einigung erzielt.

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