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Goldfranken

Unter Goldfranken versteht man hauptsächlich den als 291 Milligramm Gold definierten Franken der Lateinischen Münzunion (1865 - 1927), der in der Schweiz noch bis 1936 galt. (Dann erfolgte eine Abwertung um 30 %). Die Parität des Goldfrankens galt 1 zu 1 für den Französichen Franc, den Schweizerfranken (ab 1924 inkl. Liechtenstein), die Italienische Lira (bis 1870 inkl. Kirchenstaat), die Spanische Peseta, den Belgischen Franc (Inkl. Luxemburg), den Serbischen Dinar, den Montenegrinischen Perper, den Bulgarischen Lew, den Rumänischen Leu, die Finnische Mark, die Griechische Drachme, den Venezolanischen Bolivar und 4 zu 1 für den Russischen Rubel vor 1897; dann 2 2/3 zu 1. 5 zu 1 für gewisse Pesos in Lateinamerika, bis die meisten dieser Länder zu Papierwährungen übergingen, die sehr rasch an Wert einbüssten. Nach 1914 zerbrach die Lateinische Münzunion zuerst de facto und 1927 schliesslich auch de jure. Sogar Österreich schloss sich mit dem 4- und 8 Guldenstück zu 10 rsp. 20 Goldfranken teilweise diesem System an und Schweden prägte mit dem Carolin (à 10 Goldfranken) eine analoge Münze. Versuche mit dem Stella-Dollar (à 400 US-Cents = 20 Goldfranken) blieben allerdings nur ein Versuch. Trotzdem waren Ende des 19. Jahrhunderts mehr als die Hälfte der damals souveränen Staaten direkt oder indirekt Mitglieder der Lateinischen Münzunion. Noch nach ihrem faktischen Ende prägten Staate wie Lettland und Albanien (5 Lek = 1 Franc) nach den Grundsätzen der Lat. Münzunion.


Von "http://www.numispedia.de/Goldfranken"

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