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Gigliato

Gigliato ist ein Groschen von etwa 4 g Rauhgewicht und 3,7 g Feingewicht. Die ersten Gigliati wurden um 1303 von Karl II. von Anjou in Neapel geprägt; sie zeigen auf der Vorderseite den thronenden König, auf der Rückseite ein mit Lilien verziertes Kreuz, daher der Name (ital. giglio = Lilie). Karls Nachfolger Robert von Anjou (1309-1343) prägte Gigliati in großen Mengen, nicht nur in Neapel, sondern auch in der Provence und in Ungarn. Beischläge mehrerer Münzherren beweisen, daß der Gigliato vor allem im Mittelmeergebiet im 14. Jh. sehr beliebt und weit verbreitet gewesen ist. Seine Bedeutung als Handelsmünze war so groß, daß sogar seldschukische Emire, also Moslems, den Groschen mit lateinischen Umschriften prägen ließen. Und Walram von Jülich, Erzbischof von Köln, prägte um 1337 eine Zehn-Pfennig-Münze, die zwar wesentlich leichter ist, aber das Bild des Gigliato recht genau nachahmt.

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Provence, Robert von Anjou, 1309-1343, Gigliato

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Aidin (Ionien), Emir Omar Bey, 1341-1348, Gigliato, Münzstätte Theologos (das antike Ephesos).

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Köln, Erzbischof Walram von Jülich, Zehnpfennig, Münzstätte Bonn.

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Die Johanniter auf Rhodos, Helion de Villeneuve, 1319-1346, Gigliato.


Von "http://www.numispedia.de/Gigliato"

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