Ghosting
Diese Unterseite gehört zum Thema:Fehlprägung. Mehr über "Thema"-Seiten erfahren Sie im Diskussionsthread (http://www.numismatikforum.de/ftopic8877.html) im Numismatikforum.
Beim Prägen wird das Metall in die Hohlräume des Stempels gedrückt. Wenn nun der Stempelschneider das Relief zu tief und zu groß geschnitten hat, kann bei einem gegebenen Prägedruck das Metall nicht den ganzen Hohlraum ausfüllen. Das passiert besonders, wenn sich auf Vorder- und Rückseite der zu prägenden Münze zwei hohe Reliefpartien gegenüberliegen: Es ist dann nicht genug Metall für das Bild beider Seiten da. Beim Entwurf der Münzbilder wird normalerweise darauf geachtet, wie sich das Metall verteilen kann. Aber wenn mal nicht darauf geachtet wird, entsteht das Ghosting: Das Metall fließt in den Unterstempel, und auf der anderen Seite ist schattenhaft das spiegelverkehrte Bild der Gegenseite zu sehen.
Die bekanntesten Beispiele für diesen Effekt findet man bei den britischen Pennies Georgs V., bei denen der Kopf des Königs als Schattenriß auf der Rückseite zu sehen ist.

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