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Freiberg, Prägestätte

Die "Silberstadt Freiberg" liegt auf halber Strecke zwischen Chemnitz und Dresden. Sie verdankt ihre Gründung im Jahre 1186 den ausgesprochen reichen Silbervorkommen in der Umgebung.

Das wichtigste Ereignis in diesem Zusammenhang war der erste Silberfund, den Haller Fuhrleute 1168 in der Nähe der Siedlung Christiansdorf machten, in dem sie ein zufällig gefundenes Stück Bleiglanz mit in die damalige Bergbaumetropole Goslar nahmen. Das Ausschmelzen dieses Stücks ergab einen so hohen Silbergehalt, das sich gleich eine ganze Reihe von Bergleuten auf den Weg machten und bereits 1169 an dieser Stelle den Ort Sächsstadt gründeten.

Es ist davon auszugehen, dass bereits kurz nach der Stadtgründung unter OTTO dem Reichen (1156-1190) die Prägetätigkeit begonnen haben muss, auch wenn sich eine urkundliche Erwähnung der Münzstätte erst im Jahre 1244 findet. Ab 1338 beginnt dann die Prägung der Meißner Groschen in Freiberg.

Die Freiberger Münze wurde bis Ende des 15. Jahrhunderts immer gemeinschaftlich von den Markgrafen Meißens und den Landgrafen zu Thüringen genutzt, bis sie im Kurfürstentum Sachsen aufging. Kurfürst August von Sachsen (1553-1586) verlegte die Münze zur Stärkung seiner eigenen Person 1556 an seinen Regierungsitz nach Dresden.

Prägetätigkeit

Vermutlich wurde bereits kurz nach der Stadtgründung im Jahre 1186 durch OTTO den Reichen (1156-1190) und dann durch seinen Sohn DIETRICH I. den Bedrängten (1195-1221) mit der Prägung von meißner Pfennigen / Brakteaten begonnen. Es scheint unwahrscheinlich, dass man gerade an diesem hervorgehobenen Ort, der bereits 1225 zur größten Stadt der Markgrafschaft gewachsen war und große überregionale Bedeutung besaß, auf das einträgliche Münzgeschäft verzichtet hätte.

Im Jahre 1244 wird dann die Münzstätte unter der Leitung des Münzmeisters Nicolaus von Zibislawicz erstmalig erwähnt. Es kamen aussschließlich Brakteaten zur Ausmünzung. Erst als der Einfluß der Prager Groschen in der Markgrafschaft immer größer wurde, kamen dann ab 1327 auch Groschen auf Prager Münzfuß hinzu.

Im Jahre 1338 beginnt unter dem Landgrafen von Thüringen und Markgrafen von Meißen Friedrich II. dem Ernsthaften (1329-1349) die Prägung von breiten Groschen. Nichts desto trotz wurden auch weiterhin bis zur Schließung der Münzstätte Hohlpfennige (eigentlich die Fortführung der Brakteaten), und als kleinstes Nominal der Hohlheller oder Haller geprägt.

Mit dem Jahr 1500 zum St. Ulrichstag am 4. Juli endet dann nach 262 Jahren die Periode der Meißner Groschen und es folgt die Zeit der Großsilberwährung mit den Guldengroschen im Werte eines vollhaltigen rheinischen Goldguldens. Diese werden weiter geprägt bis im Jahre 1556 die Münzstätte nach Dresden verlegt wird. Damit endet dann die Münzprägung in Freiberg.

Münzzeichen, Münzmeister und Stempelschneider

Es gibt umfangreiche Dokumente und Urkunden, die eine fast unüberschaubare Anzahl von Personen benennen, die als Münzmeister, Stempelschneider, oder auch Bergschreiber oder Zehntner in Freiberg tätig waren.

Anmerkung: !! Eine Zusammenstellung ist in Arbeit !! Bis dahin kann über das Werkzeug "Was zeigt hierhin" eine vorläufige Zusammenfassung erreicht werden.

Literatur


Von "http://www.numispedia.de/Freiberg%2C_Pr%E4gest%E4tte"

Diese Seite wurde bisher 2562 mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt geändert um 20:40, 24. Nov 2007. Inhalt ist verfügbar unter der Creative Commons.


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