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Französischer Franc

Franc - Währungseinheit in Frankreich von 1795 bis 2002. Mit der Einführung des Euro verlor der französische Franc (FF) seine Gültigkeit.

Entstehungsgeschichte: Nach der Französischen Revolution beschloß die Nationalversammlung am 7. April 1795 die Einführung einer neuen Dezimalwährung, die das alte System der Duodezimalwährung ersetzen sollte. Wenige Monate später (15. August 1795) wurden die Kriterien der neuen Münztypen festgesetzt. Mit der Bezeichnung Franc griff man auf eine Währungsbezeichnung zurück, die seit dem Mittelalter in Frankreich bekannt war, - den Franc d’or. Die Stückelung des Franc erfolgte in Nominalen zu 1, 2, 5 und 10 Centimes (Hundertstel), im weiteren zu 1, 2 und 5 Décimes (Zehntel). Als Motiv diente bei den Kupfer-Nominalen der ersten Serien die Allegorie der Freiheit (Marianne) mit phrygischer Kappe, seltener ein Liktorenbündel. Stempelschneider dieser Typen war der Graveur Augustin Dupré. In Silber wurden Teilstücke des Franc zu ¼ und ½ Franc, als Mehrfachstücke Nominale zu 2 und 5 Francs festgesetzt. In diesem Beschluß wurden gleichzeitig Legierung, Gewicht und Durchmesser der neuen Nominale festgelegt. Bei den Silber-Nominalen galt für den Franc ein Gewicht von 5 g bei einem Feingehalt von 0.900 Silber. Das erste ausgeprägte Nominal der neuen Franc-Währung war jedoch das 5 Décimes Stück aus dem 2. Jahr der Republik (L’AN II). Das erste 1 Franc Stück wurde erst 1802 ausgeprägt und zeigte im Münzbild das Portrait des Konsuls Napoleon Bonaparte, gestaltet von dem Graveur Pierre-Joseph Tiolier.

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In Europa glichen zunächst Belgien nach Erlangung der Unabhängigkeit und die Schweiz ihre Währungen an die Parameter des Franc an. Nach der Gründung der Lateinischen Münzunion folgten die Währungen weiterer europäischer Staaten: Lira (Italien), Peseta (Spanien) sowie die neuen Währungen der jungen unabhängigen Balkanstaaten Dinar (Serbien) Drachme (Griechenland), Leu (Rumänien), Lev (Bulgarien) und Perper (Montenegro).

Während seiner langen Umlaufzeit wurden - bedingt durch den Verlauf der geschichtlichen Ereignisse - Legierung und Münzbild des Franc vielfach variiert.

Bis zur Einführung des Euro 2002 gab es die Franc-Währung in Europa in Belgien, Luxembourg und Monaco.

Im Gefolge von Kriegsereignissen und kolonialer Expansion wurde der Franc über Europa hinaus in den überseeischen Besitzungen Frankreichs verbreitet und besteht dort in etlichen Staaten noch heute als Währung fort. Besonders zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang der CFA-Franc (s. dort).


Gültigkeit

Der französische Franc verlor nach der Euro-Einführung zum 17. Februar 2002 seine Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel. Der Umtausch von Münzen war bis zum 17. Februar 2005 möglich, der Umtausch von Banknoten ist noch bis zum 17. Februar 2012 möglich.


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