Feingehalt
Feingehalt, Feingewicht, Korn, auch Reinheit, nennt man die Anteile einer Edelmetall-Legierung. Im deutschsprachigen Raum wird sie in Tausendstel angegeben. Eine Silbermünze der Weimarer Republik z.B. hat von insgesamt 1000 Teilen 500 Teile reines Silber. In Deutschland gibt es das noch heute gültige Gesetz über den Feingehalt vom 16. Juli 1884. Ein älteres Maß für den Feingehalt ist das Karat, 24 Karat entprechen 1000/1000. Die meisten Goldmünzen haben eine Reinheit 900/1000, Dukaten sogar 986/1000 (23 Karat). Es gibt aber auch hier viele Abweichungen, je nach Jhd. und Länder. Friedrichsdor (1713-1770) = 906/1000 in den Jahren (1755-1757) nur 638/1000 und ab 1770 wieder 902/1000 Mit einem Feingehalt von 916 2/3 zu 1000 (22 Karat) prägten Großbritannien, Portugal, Russland und die Türkei Goldmünzen. Bei Silber ist die Bandbreite des Feingehaltes noch größer, sie beginnt bei 100/1000 und endet bei 993/1000. erst die modernen Medaillen und Sammlerausgaben werden in reinem Edelmetall geprägt.
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