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Eschwege, Prägestätte

Eschwege war im Mittelalter eine Münzstätte des Kanonissenklosters St. Cyriakus. Das Münzrecht könnte zusammen mit der Gründung des Klosters 997 durch Kaiser Otto III. erfolgt sein, Urkunden darüber fehlen jedoch.

Um 1150 beginnt die Münzproduktion mit den sogenannten Brakteaten.

1250- 1264 besetzt Herzog Otto von Braunschweig die Stadt und es wird angenommen, dass er auch kleinere einseitige Pfennige hier prägen lässt.

Etwa um 1300 pachtet die Stadt die Münzstätte. Im Laufe der Zeit scheint sich der hessische Landgraf immer mehr in die Münzproduktion hineingedrängt zu haben, jedenfalls werden einige Pfennige mit dem Landgrafenhelm der Eschweger Münzstätte zugeschrieben.

1385 wird Eschwege thüringisch, ab 1400 hat es wechselnde Besitzer, eine Münzproduktion ist bisher nicht nachgewiesen.

1433 erwirbt der hessische Landgraf Eschwege zurück und bringt 1461 auch das Münzrecht an sich. Er verlegt die Münzstätte von Allendorf nach Eschwege und stattet diese technisch neu aus. Ab jetzt werden auch zweiseitige Groschen und Pfennige geprägt. Sie tragen zumeist ein Dreiblatt als Münzzeichen.

Vermutlich 1487 wird die Münzstätte nach Kassel verlegt, Unterlagen hierrüber existieren jedoch nicht.

1621/22 werden in Eschwege Kippermünzen hergestellt.

Das Notgeld der Zeit von 1918 bis 1923 wird nicht in Eschwege, sondern in Wanfried gedruckt, bzw. bei Lauer in Nürnberg geprägt.


Von "http://www.numispedia.de/Eschwege%2C_Pr%E4gest%E4tte"

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