Danzig, Prägestätte
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Die Währungsgeschichte der Stadt Danzig ist genauso wechselvoll wie ihre politische Zugehörigkeit. 1454 bis 1793 stand Danzig unter polnischer Herrschaft, nach den polnischen Münzrechten von 1457 und 1530 wurden hier polnische Münzen bis 1767 geprägt. Nach dem Siebenjährigen Krieg (1764-1767) verschlechterten sich die Münzen; sie wurden unterwertig ausgebracht (siehe auch: Tympfe). Während der Zugehörigkeit zu Preußen wurden 1801, während der Selbständigkeit (1807-1813) 1808 bis 1812 Kleinmünzen nach polnischem System geprägt. Ab 1815 gehört Danzig wieder zu Preußen und wird Hauptstadt der Provinz Westpreußen. 1919 wird die Stadt nach dem Versailler Vertrag vom Deutschen Reich getrennt und 1920 zu einem unabhängigen Staat, der Freien Stadt Danzig. Im selben Jahr werden in der Gewehrfabrik Danzig Notmünzen zu 10 Pfennig geprägt. 1923 führt Danzig als Währung den Gulden zu 100 Pfennig (= 1/25 Pfund Sterling) ein und läßt in Utrecht Münzen zu 1, 2, 5 und 10 Pfennig in Kupfer bzw. Kupfernickel, 1/2 Gulden, 1, 2 und 5 Gulden in Silber sowie 25 Gulden in Gold prägen. 1932 folgt die 2. Münzserie, die Münzen zu 5 und 10 Pfennig werden aus Aluminiumbronze, die 1/2 und 1-Gulden-Stücke aus Reinnickel und die 2- und 5-Gulden-Stücke mit verringertem Durchmesser und in schlechterer Silberlegierung geprägt. Zeitgleich werden die Münzen der 1. Serie, mit Ausnahme der Kleinmünzen in Kupfer und der Goldmünzen, eingezogen. 1935 folgt nach der 42%igen Abwertung des Guldens die 3. Münzserie mit 5- und 10-Gulden-Stücken in Nickel.
1939 erfolgt der Anschluß Danzigs an das Deutsche Reich und damit die Übernahme der Reichswährung. 1 Gulden wird dabei zu 70 Pfennigen gerechnet. Die Kleinmünzen zu 1 bis 10 Pfennigen werden als Reichsmark-Scheidemünzen im Wertverhältnis 1 zu 1 anerkannt aber bereits zum 1.11.1940 außer Kurs gesetzt.
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