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Augsburg, Prägestätte

Augsburg, bereits im Mittelalter war Augsburg Sitz einer königlichen, herzoglichen und bischöflichen Prägestätte. Dazu hat Dirk Steinhilber eine ausführliche Publikation vorgelegt. Zu den Denaren hat W. R. O. Hahn in der Veröffentlichung Moneta Radasponensis die Materialvorlage D. Steinhilbers nochmals überarbeitet und verfeinert. Damit ist die Prägetätigkeit der Augsburger Münzstätte für das Mittelalter gründlich Belegt. Die schriftlichen Quellen dazu sind leider lückenhaft. Dies ist der wiederholten Zerstörung Augsburgs im Mittelalter geschuldet (z. B. im September 1026 durch Welf II.). Im 13. Jahrhundert kam es zu immer deutlicheren Spannungen zwischen dem Bischof, der seine Vorherrschaft gegen die Augsburger Bürger verteidigte. Dabei gewannen die Augsburger Bürger immer mehr die Oberhand und konnten auch ein zeitweilige Verpfändung der Augsburger Münze erreichen (Gemeinschaftspfennige). Daraufhin verlegte der Augsburger Bischof sein Prägerecht nach Dillingen an der Donau, wo er Heller mit seinem Zeichen (D für Dillingen) prägte. Die bischöfliche Prägestätte stellte vermutlich Anfang des 16. Jahrhunderts ihren Betrieb ein. Ebenfalls im 16. Jhdt. war hier der Sitz der Reichsmünzstätte im Pfandbesitz der Grafen von Königstein und Stolberg.

1521 erhielt die Reichsstadt Augsburg das Münzrecht und spielte seitdem eine bedeutende Rolle in der Münz- und Geldgeschichte Süddeutschlands. Ab 1573 fanden hier, im Wechsel mit Nürnberg und Regensburg, die Kreisprobationstage statt. Außerdem gehörte Augsburg zu den vier Kreismünzstätten des Schwäbischen Kreises. Im 17. und 18. Jhdt. wurden hier auch Auftragsprägungen für fremde Münzstände ausgeführt, so z.B. für die Grafschaft Öttingen und die Fugger. Während der Besetzung durch bayerische (1703/04) und österreichische Truppen (1705-1714) wurden Münzen für die jeweilige Besatzungsmacht geprägt.

Die Prägungen der Reichsstadt Augsburg erstecken sich über den Zeitraum 1522 bis 1805 und reichen vom kleinen Kupferheller über Taler und Talerteilstücke bis hin zu Dukaten und Goldgulden. Ab 1767 beschränkte sich die Prägetätigkeit auf Kupferkleinmünzen.

1806 fiel die Freie Reichsstadt Augsburg an Bayern und die Prägestätte wurde geschlossen.

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