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Schilling

(Weitergeleitet von Österreichischer Schilling)

Das Wort skilliggs taucht in gotischen Urkunden schon zur Zeit der Völkerwanderung auf, im Althochdeutschen dann als scilling, und bezeichnete den byzantinischen goldenen Solidus. Die Karolingische Münzreform, nach der fast ausschließlich silberne Pfennige geprägt wurden, macht den Schilling zur Rechnungsmünze: 12 Pfennig entsprechen dem Rechenwert von 1 Schilling. Ab dem 13. Jh. prägte man den Schilling auch als Münze (siehe Tournose).

Bayern ging einen eigenen Weg. Anders als im übrigen Europa galt der bayerische Schilling, auch der "lange Schilling" genannt, nicht 12, sondern 30 Pfennig. Im Mittelalter teilte man das Pfund hier in 8 lange Schilling zu je 30 Pfennig; ein Pfund war also auch in Bayern wie überall der Wert von 240 Pfennig, nur die Unterteilung war anders. Begründet wird dies mit dem Donauhandel, durch den Bayern Handelsverbindungen nach Byzanz und dem Südosten Europas hatte, wo byzantinische und arabische Goldstücke umliefen, die mit 30 Pfennig bewertet wurden.

Als Österreich nach der Inflation mit Gesetz vom 19. 12. 1924 seine wertlos gewordene Kronenwährung abschaffte, wählte man für die neu einzuführende Währung den alten Begriff Schilling, und auch für die Unterteilung dieses Nominals benutzte man einen alten Namen ohne Rücksicht auf die historische Bedeutung des Begriffs: Man unterteilte den Schilling in 100 Groschen.

Namen bekannter Schillingnominale


Von "http://www.numispedia.de/Schilling"

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